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Beste Therapien bei Tennisarm im Überblick

  • Autorenbild: Harald Deluca
    Harald Deluca
  • 19. Mai
  • 5 Min. Lesezeit

Ein Tennisarm beginnt oft unspektakulär: ein Ziehen an der Außenseite des Ellenbogens, Schmerz beim Kaffeetassen-Heben, Probleme beim Öffnen einer Flasche oder bei der Arbeit mit Maus und Tastatur. Wer nach den beste therapien bei tennisarm sucht, will meist keine Theorie, sondern eine klare Antwort: Was hilft verlässlich, was braucht Zeit und wann ist eine weiterführende orthopädische Abklärung sinnvoll?

Was beim Tennisarm tatsächlich passiert

Der sogenannte Tennisarm, medizinisch meist als laterale Epicondylopathie bezeichnet, ist keine klassische Entzündung im engeren Sinn. Häufig liegt eine Überlastung der Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur am äußeren Ellenbogen vor. Das erklärt auch, warum rein entzündungshemmende Maßnahmen nicht immer ausreichend helfen.

Typisch sind Schmerzen beim festen Zugreifen, beim Heben mit gestrecktem Arm oder bei wiederholten Bewegungen des Handgelenks. Betroffen sind nicht nur Sportler*innen. Sehr häufig sieht man die Beschwerden bei Menschen, die beruflich viel mit der Hand arbeiten, am Computer tätig sind oder regelmäßig einseitige Belastungen ausführen.

Beste Therapien bei Tennisarm - zuerst die richtige Diagnose

Die beste Therapie gibt es nicht als Standardlösung für alle. Entscheidend ist zunächst, ob es sich tatsächlich um einen Tennisarm handelt oder ob andere Ursachen hinter den Schmerzen stehen. Beschwerden an der Außenseite des Ellenbogens können auch durch Reizzustände von Nerven, Probleme der Halswirbelsäule, Gelenksveränderungen oder kombinierte Überlastungssyndrome mitverursacht werden.

Gerade wenn die Schmerzen länger bestehen, nachts auftreten oder die Kraft deutlich nachlässt, lohnt sich eine präzise orthopädische Untersuchung. Eine gute Diagnostik spart oft Zeit, weil sie verhindert, dass Wochen mit unpassenden Maßnahmen verloren gehen.

Akute Entlastung - sinnvoll, aber nicht als Dauerlösung

In der frühen Phase ist Entlastung meist der erste richtige Schritt. Das bedeutet nicht komplette Ruhigstellung, sondern ein gezieltes Reduzieren jener Bewegungen, die die Sehne ständig weiter reizen. Wer trotz Schmerzen unverändert weitermacht, verlängert den Verlauf oft deutlich.

Kühlen kann in akuten Schmerzphasen angenehm sein. Auch kurzfristig eingesetzte schmerzlindernde oder entzündungshemmende Medikamente können hilfreich sein, wenn die Beschwerden im Alltag stark einschränken. Sie beheben jedoch die eigentliche Sehnenproblematik nicht. Genau deshalb bleibt es meist nicht bei Tabletten oder Salben.

Eine Bandage oder Epicondylitis-Spange kann in manchen Fällen unterstützen, vor allem bei Belastung. Der Nutzen ist allerdings individuell. Manche Patient*innen profitieren deutlich, andere kaum. Als alleinige Therapie ist sie selten ausreichend.

Physiotherapie ist oft der zentrale Baustein

Wenn es um die beste therapien bei tennisarm geht, steht die Physiotherapie sehr weit oben. Der Grund ist einfach: Sehnengewebe reagiert besser auf gut gesteuerte Belastung als auf reines Schonen. Ziel ist, die gereizte Struktur schrittweise wieder belastbar zu machen.

Wichtig ist dabei nicht irgendein Übungsprogramm, sondern ein passendes Konzept. Dazu gehören meist exzentrische und isometrische Übungen, der Aufbau der Unterarmmuskulatur sowie die Analyse von Bewegungsmustern im Alltag, Beruf oder Sport. Auch Schulter, Handgelenk und Haltung spielen eine Rolle. Wer nur lokal am Ellenbogen behandelt, übersieht oft einen Teil des Problems.

Manuelle Techniken können ergänzend sinnvoll sein, vor allem wenn die Muskulatur stark verspannt ist oder Begleitprobleme im Bereich der Halswirbelsäule und des Schultergürtels bestehen. Gute Physiotherapie erklärt zudem, welche Belastungen vorübergehend reduziert werden sollen und wie der Wiedereinstieg in Sport oder Arbeit sinnvoll erfolgt.

Stoßwelle, Infiltrationen und andere Verfahren - wann sie passen

Bei Beschwerden, die trotz Anpassung der Belastung und Physiotherapie bestehen bleiben, kommen häufig ergänzende Verfahren ins Spiel. Hier ist eine differenzierte Einschätzung wichtig.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie wird bei chronischen Sehnenbeschwerden regelmäßig eingesetzt. Sie kann Regenerationsprozesse anregen und ist besonders dann interessant, wenn die Beschwerden über Wochen oder Monate bestehen. Nicht jede Patientin und jeder Patient spricht gleich gut darauf an, aber bei chronischen Verläufen ist sie eine etablierte Option.

Infiltrationen können Schmerzen rasch reduzieren, müssen aber gezielt und mit klarer Indikation eingesetzt werden. Kortison kann kurzfristig wirksam sein, wird bei Tennisarm heute jedoch zurückhaltender beurteilt als früher. Der Grund: Die kurzfristige Schmerzlinderung ist möglich, langfristig ist der Nutzen oft begrenzt, und wiederholte Injektionen können das Sehnengewebe nachteilig beeinflussen.

Andere Injektionsverfahren, etwa mit biologisch orientierten Konzepten, werden vor allem bei hartnäckigen Verläufen diskutiert. Hier gilt besonders: Nicht alles, was modern klingt, ist automatisch für jeden Fall geeignet. Entscheidend sind Beschwerdedauer, Gewebequalität, klinischer Befund und die bisherigen Therapieversuche.

Regenerative Ansätze - sinnvoll bei ausgewählten Fällen

Gerade in spezialisierten orthopädischen Settings stellt sich bei chronischen Sehnenbeschwerden zunehmend die Frage nach regenerativen Therapien. Diese Ansätze zielen nicht nur auf Schmerzreduktion, sondern auf die Unterstützung biologischer Heilungsprozesse. Das ist vor allem dann relevant, wenn klassische Maßnahmen nur unzureichend greifen.

Solche Verfahren sind keine Erstmaßnahme bei jedem Tennisarm. Sie können aber bei langwierigen, therapieresistenten Verläufen eine Rolle spielen, insbesondere wenn die klinische Untersuchung und die Bildgebung auf eine strukturelle Sehnenproblematik hinweisen. In einer modern ausgerichteten Wahlarztpraxis wie Deluca Med ist genau diese differenzierte Einordnung wesentlich: nicht möglichst viel Therapie, sondern die passende Therapie zur richtigen Zeit.

Was oft unterschätzt wird: Alltag, Arbeitsplatz und Technik

Viele Tennisarme heilen nicht deshalb langsam, weil zu wenig behandelt wird, sondern weil die auslösende Belastung unverändert bleibt. Wer täglich stundenlang mit ungünstiger Handposition arbeitet, schwere Taschen einseitig trägt oder im Sport eine fehlerhafte Technik wiederholt, reizt die Sehne ständig neu.

Deshalb gehört zur Behandlung auch eine funktionelle Analyse. Wie ist die Maus positioniert? Wie wird der Schläger gehalten? Welche Bewegungen lösen den Schmerz immer wieder aus? Schon kleine Anpassungen können den Unterschied machen. Das ist besonders bei Menschen relevant, die beruflich auf ihre Handfunktion angewiesen sind und nicht einfach mehrere Wochen pausieren können.

Wann Bildgebung sinnvoll ist

Nicht jeder Tennisarm braucht sofort Ultraschall oder MRT. Bei typischer Symptomatik und klarem klinischem Befund ist die Diagnose oft gut ärztlich zu stellen. Bildgebung wird dann interessant, wenn die Beschwerden ungewöhnlich lange anhalten, wenn Zweifel an der Diagnose bestehen oder wenn weiterführende Therapien geplant werden.


Ein MRT ist bei unklaren oder komplexeren Verläufen relevant. Auch hier gilt: Diagnostik sollte zielgerichtet erfolgen und nicht aus Routine.

Wann eine Operation überhaupt Thema wird

Die meisten Fälle lassen sich konservativ behandeln. Eine Operation ist beim Tennisarm klar nicht die erste Wahl. Sie kommt eher dann in Betracht, wenn Beschwerden über einen langen Zeitraum bestehen, strukturierte konservative Therapien ausgeschöpft wurden und die Einschränkung im Alltag oder Beruf weiterhin erheblich ist.

Auch vor einem operativen Schritt sollte die Diagnose nochmals kritisch überprüft werden. Nicht jeder persistierende Ellenbogenschmerz ist ein operabler Tennisarm. Genau deshalb ist eine fachärztliche Einordnung so wichtig.

Welche Behandlung ist für wen die beste?

Bei frischen Beschwerden steht meist die Kombination aus Belastungsanpassung, schmerzorientierter Entlastung und gezielter Physiotherapie im Vordergrund. Bei chronischen Verläufen wird der Behandlungsplan oft erweitert - etwa um Stoßwelle, spezielle Injektionsverfahren oder regenerative Ansätze.

Für sportlich aktive Menschen ist vor allem die Rückkehr zur Belastbarkeit entscheidend. Für berufstätige Patientinnen kann die ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes zentral sein. Bei Patientinnen mit langem Leidensweg ist eine saubere Differenzierung zwischen Sehnenproblem, Nervenreizung und anderen Ursachen besonders wichtig. Es hängt also nicht nur von der Methode ab, sondern von der Präzision der Diagnose und der Konsequenz der Umsetzung.

Was Sie selbst realistisch erwarten können

Ein Tennisarm kann hartnäckig sein. Selbst bei guter Therapie braucht die Sehne oft mehrere Wochen bis Monate, um sich zu beruhigen und wieder belastbar zu werden. Rasche Schmerzfreiheit ist möglich, aber nicht immer gleichbedeutend mit echter Heilung. Wer zu früh in alte Belastungsmuster zurückkehrt, erlebt häufig Rückfälle.

Der sinnvollste Weg ist meist nicht die schnellste Einzelmaßnahme, sondern ein strukturiertes Konzept. Dazu gehören klare Diagnose, dosierte Belastungssteuerung, passende Physiotherapie und - wenn nötig - ergänzende orthopädische Verfahren. Genau diese Kombination bringt in der Praxis meist die besten Ergebnisse.

Wenn Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens Ihren Alltag bereits länger bestimmen oder die Kraft spürbar nachlässt, ist es sinnvoll, nicht weiter auf Zufall zu setzen. Eine gezielte Abklärung schafft Klarheit - und oft beginnt genau dort die Behandlung, die wirklich weiterhilft.


Ihr Team - Deluca Med!

 
 
 

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